Alles zurück auf Anfang?

Herzschlagfestival
Bildrechte: Evangelische Jugend Hersbruck Stadt- und Johanneskirche

Auch das Herzschlagfestival kann heuer coronabedingt nicht stattfinden.

Wie weit waren Sie denn schon mit den Festivalvorbereitungen, als klar war, dass nichts aus all den schönen Plänen wird?

Jochen Tetzlaff: Die großen Eckpunkte wie Bands, Prediger, Zelt, Strom und Toiletten standen schon im Juli 2020 fest. Die Verträge waren fertig und von allen Seiten unterzeichnet. Solche Dinge brauchen einen großen Vorlauf. Lediglich Feinheiten wären noch zu klären gewesen, aber der Rest war schon in trockenen Tüchern. Zum Glück war es kein Problem, die Verträge wieder zu stornieren. Wir sind da bei unseren Partnern auf sehr viel Verständnis gestoßen.

Da stecken viele richtig Herzblut in ein Festival und dann wird's nichts. Ist die Motivation der Jugendlichen jetzt dahin?

Die Motivation der Jugendlichen hat natürlich sehr gelitten. Vor allem die regelmäßigen Treffen fehlen. Videokonferenzen können die persönlichen Begegnungen nicht ersetzen. Aber ich bin optimistisch, dass wir, sobald Treffen wieder möglich sind, die Jugendlichen neu mobilisieren können.

Also dann auf ein neues Herzschlagfestival im nächsten Jahr?

Wir nehmen alle fixen Programmpunkte von heuer mit ins nächste Jahr. In diesem Jahr hätte zum Beispiel das Thema Inklusion eine große Rolle gespielt. Das soll auch 2022 so sein. Deshalb gehen wir jetzt schon auf verschiedene Einrichtungen zu und fragen die Menschen dort, was sie sich von einem Festival wünschen. Wir sind genau genommen also schon wieder mitten in den Planungen für 2022. Da soll das Festival vom 20. bis 22. Mai stattfinden.

Copyright (c) 2021 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 08.05.2021