Den Blick auf Gott richten

Erntedankgottesdienst des BBV
Bildrechte: L. Märtl (Hersbrucker Zeitung)

"Erntedank ist der Dank an den Schöpfer für unsere Lebensgrundlagen und auch an die Menschen, die als Teil der Schöpfung in, mit und manchmal auch im Ringen mit der Schöpfung ihre Arbeit verrichten", so Kreisbäuerin Marion Fischer beim traditionellen Erntedankgottesdienst des BBV im Nürnberger Land in der Evangelischen Stadtkirche. Den Dank, so Fischer, beziehe man aber nicht nur auf die Früchte der Felder, sondern auch auf das eigene Leben. Erntedank sei der geeignete Zeitpunkt, um sich an die zu erinnern, die im Mangel lebten und auf unsere Hilfe warteten. So werde das Erntedankfest zum Fest der Dankbarkeit, aber auch zur Verpflichtung, diesen Dank weiterzugeben. Die Landfrauen hatten nicht nur die Kirche mit Erntegaben und Blumen liebevoll geschmückt, sondern auch gemeinsam mit Pfarrer Metzger den Gottesdienst gestaltet, der vom Landfrauenchor unter der Leitung von Susanne Wittekind musikalisch umrahmt wurde.

In seiner Predigt las der Pfarrer vom reichen Kornbauern vor und räumte mit Vorurteilen auf: Letztendlich habe der reiche Kornbauer das Richtige getan und in die Zukunft investiert. Das sei klug gewesen, "aber dieser Mann hat nicht gelernt, den Blick auf Gott zu richten, auf den es letztendlich ankommt." Metzgers Fazit war eine Ehrenrettung für die Landwirte: "Der Text eignet sich nicht für Bauernbashing, im Gegenteil, er preist das Geschick und die Leistung der Landwirte. Dem reichen Kornbauern hat nur der Blick auf Gott gefehlt." Zum Gottesdienst waren auch Landrat und Bezirkstagspräsident Armin Kroder, Marlene Mortler, der neue Leiter des AELF Weißenburg-Roth, Hans Walter, und der zwischenzeitlich pensionierte Amtsleiter Werner Wolf gekommen. Die für die Flutopfer im Ahrtal gedachte Kollekte erbrachte 702 Euro.

Copyright (c) 2021 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 06.10.2021