Eine Kirche und ihre Geschichte

Spitalkirche beim Tag des offenen Denkmals
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Die Hersbrucker Spitalkirche ist immer einen Besuch wert – nicht nur beim Tag des offenen Denkmals. An diesem lockten die Spitalkirchenöffner mit einem umfangreichen fünfstündigen Programm weit über 200 Besucher in das Gotteshaus. Der mit der Gesamtleitung der anstehenden Sanierung beauftragte Architekt Werner Keim aus Fürth erläuterte die Baugeschichte samt Befunduntersuchungen und die daraus folgenden Erkenntnisse: Durch den Gewölbedruck über dem Chor haben sich die Choraußenwände oben bis zu 14 Zentimeter aus der Senkrechten geneigt.

Stadtbaumeister Lothar Grimm stellte zusammen mit seinem Nachfolger Thomas Beygang in zwei Führungen die Pfründnerwohnung über dem Kirchenschiff vor. Sie wurde vermutlich vom Spitalverwalter bewohnt und umfasst fünf Räume. Die über 400 Jahre nahezu unveränderte Ausstattung mit Wandvertäfelung und Schränken sowie die Stuckdecke in der Küche fanden die besondere Aufmerksamkeit der Besucher.

Stadtführer Horst Piesche nahm insbesondere den Elisabeth-Altar in den Fokus. Die Rummelsberger hatten sich zudem bereit erklärt, die Allgemeinbereiche des Spitals zur Besichtigung zu öffnen, so dass man sich auch ein Bild vom ehemaligen Spital und der jetzigen Nutzung für eine Wohngruppe machen konnte.

Copyright (c) 2019 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 13.09.2019