Gemeinsam auf dem Kreuzweg

Seit 2008 findet jeden Freitag vor Palmsonntag der "Hersbrucker Kreuzweg" statt. Dieser Kreuzweg wurde erarbeitet durch den Sachausschuss Liturgie der katholischen Pfarrei. Nachdem er die vergangenen beiden Jahre wegen der Coronapandemie ausfallen musste oder nur privat begangen wurde, soll er heuer wieder offiziell stattfinden.

Schon in den vergangenen Jahren gestaltete auch die evangelische Gemeinde diesen Weg mit. Startpunkt ist die Ölbergdarstellung an der evangelischen Stadtkirche. Dort beginnt der Kreuzweg am Freitag, 8. April, um 18 Uhr und führt zum Amtsgericht. Die nächste Station ist ein Wohnhaus in der Innenstadt, aus dem eine Familie von Nationalsozialisten verschleppt wurde.

Andere Stationen sind Spitalkirche, Bonhoeffer- und Olivelli-Haus, Orte, wo Menschen in Not Hilfe erhielten oder nach wie vor erhalten. Am Alten Friedhof wird der Toten der beiden Weltkriege gedacht.
Neue Station

Das KZ-Denkmal "Ohne Namen" von Professor Vittore Bocchetta im Rosengarten ist eine weitere Station. Neu dazugekommen ist die Station im Rosengarten mit dem Denkmal der verschleppten Sinti und Roma.

Die letzte Station ist in der katholischen Pfarrkirche unter der Kreuzesdarstellung im Chorraum. Der Weg zwischen den Stationen wird schweigend zurückgelegt.

Copyright (c) 2022 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 06.04.2022