Hoher Besuch an Heiligabend im Selneckerhaus

Sie organisierten die Feier: Tabea Gawor (Geige), Margot Eckert, Margarete Gawor, Kathja Torke, Friederike Trautmann, Renate Fürst und Irmingard Philipow.
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Ein Team um Renate Fürst bot für Menschen jeglicher Couleur, die sonst alleine gewesen wären, eine Feier mit Musik, Texten, Meditation und Büfett an.

Festlich geschmückte Tische, Kerzenschein, ein appetitanregendes Büfett sowie ein reichhaltiges Programm erwarteten die Gäste, die nach und nach im Selneckerhaus zum gemeinsamen Feiern des Heiligen Abends eintrafen. Erwartungsvoll nahmen sie Platz, freundlich geleitet durch Renate Fürst, die Initiatorin der Veranstaltung, und das Vorbereitungsteam (Margot und Doris Eckert, Norbert, Margarete und Tabea Gawor, Ingrid Leykauf, Irmingard Philipow, Kathja Torke und Friederike Trautmann).

Nach einer musikalischen Einstimmung begrüßte Renate Fürst die etwa 20 Gäste, unter ihnen Dekan Werner Thiessen in Begleitung seiner Frau. Dann begab sich die Festgemeinde anhand des abwechslungsreichen Programms gemeinsam auf den Weg nach Bethlehem, der "manchmal finster, wolkenverhangen und schwer ist, aber plötzlich durch strahlende Sterne erhellt wird, so dass das Weitergehen Freude macht" (Renate Fürst). Ein Schwerpunkt auf diesem Weg war diesmal der Weg der Könige zur Krippe in Texten und Liedern.

Musikbeiträge (Norbert Gawor, Klavier, Tabea Gawor, Geige, Ingrid Leykauf, Trompete, Margot Eckert, Friederike Trautmann, Irmingard Philipow, Gesang), von allen gesungene Weihnachtslieder, Texte, eine feierliche Kerzenmeditation, ein gemeinsames Spiel und natürlich gemeinsames Essen und Gespräche ließen die Zeit wie im Flug vergehen.

Dazu gehörte auch ein Büfett.
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So waren bei einem Puzzlespiel von jeder Tischgruppe Einzelteile zu einem Herz zusammenzufügen – Nebeneffekt: Bei dieser "Arbeit" kamen die Teilnehmer ins Gespräch und wurden so zur Tischgemeinschaft. Mit einem gemeinsam im Kanon gesungenen Tischgebet wurde das Büfett eröffnet und erfuhr regen Zuspruch. Nach den leiblichen Genüssen kündigte Renate Fürst hohen Besuch an: Zu festlichen Klängen zogen drei Könige (diesmal waren es die "Königinnen" Margot Eckert, Friederike Trautmann und Irmingard Philipow) in den Saal ein und berichteten im Wechselgesang mit den Gästen über ihren Weg und ihr Anliegen. In der Geschichte "Vom König mit den leeren Händen" (gelesen von Tabea und Margarete Gawor sowie Friederike Trautmann) erhält ein "cooler Typ", der statt eines mitgebrachten Geschenks erwartet, dass Jesus ihm etwas gibt, von Josef einen Strohhalm aus der Krippe – Sinnbild dafür, dass das Kind auf die Erde kam, um uns neue Hoffnung zu geben. Mit dem Lied "Drei Könige wandern aus Morgenland" von Peter Cornelius (begleitet von Norbert Gawor) verabschiedeten sich die Könige.

Eine von Renate Fürst angeleitete Kerzenmeditation gab den Anwesenden die Gelegenheit, sich selbst auf den Weg zur Krippe zu begeben. Getragene Klänge ließen Raum zum Nachsinnen und Einfühlen in das Geschehen. Die nachfolgende Betrachtung "Wann fängt Weihnachten an"(gelesen von Margarete Gawor) beendete die Meditation.

Eine weitere Geschichte (gelesen von Irmingard Philipow) begleitete die Könige auf ihrem Heimweg durch schwieriges Gelände in nächtlicher Dunkelheit. In der Geschichte werden hierarchische Strukturen durchbrochen, aber erst, nachdem der dritte König durch seine Vermittlung die Kluft zwischen Herren und Knechten überbrückt hatte: Nun erst durfte einer der Knechte, der das Gelände von einem früheren Gefangenentransport kannte, die Gruppe führen.

Der reichhaltige Abend neigte sich heiter dem Ende entgegen mit der Sicht eines Schulanfängers auf Advent und Weihnachten (gelesen von Doris Eckert): Unter anderem wurde anstatt des zerbrochenen Jesuskindes Asterix als Ersatz in die Krippe gelegt, Batman ersetzte einen fehlenden Engel und ein Dinosaurier wäre eine geeignete Ergänzung des Krippenzoos.

Der von Kathja Torke gelesene Text "Sagt es allen Leuten" und Segenswünsche von R. Fürst verabschiedeten die Gäste nach einem gelungenen,besinnlichen Abend in die Weihnachtsnacht.

IRMINGARD PHILIPOW

Copyright (c) 2018 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 29.12.2018