Kirchengemeinde spendet für Kunstschätze

Pfarrer Thomas Lichteneber übergibt Bürgermeister Robert Ilg einen Scheck, daneben Kirchenvertreter, Dekan Tobias Schäfer, Peter Uschalt und die Fraktionssprecher Guido Schmidt, Götz Reichel und Jürgen Amann.
Bildrechte: Jürgen Ruppert (Hersbrucker Zeitung)

"Wir alle wollen, dass das Schmuckkästchen Spitalkirche wieder im alten Glanz erstrahlt", sagte Bürgermeister Robert Ilg. Wie berichtet, muss das altehrwürdige Gotteshaus im Hersbrucker Zentrum dringend saniert werden. Dekan Tobias Schäfer und Pfarrer Thomas Lichteneber überreichten dazu eine vorweihnachtliche Gabe.

Ein Projekt – die vom stellvertretenden Rathauschef Peter Uschalt initiierte 10 000-Ziegel-Aktion – hat die HZ vor kurzem vorgestellt. Die evangelische Stadtkirchengemeinde ist ebenfalls schon aktiv geworden. Seit zwei Jahren sammelt sie Spenden. Einen ersten Scheck über 1000 Euro gaben Dekan Tobias Schäfer, Pfarrer Thomas Lichteneber und Kirchenvertreter an die Stadt, der das Kleinod gehört. Das Geld stammt zum Beispiel aus Konzerterlösen.

Auch die Spitalkirchenöffner haben einen großen Teil zu der Summe beigetragen. Im Sommer schließen sie das Gotteshaus um 10 Uhr auf. Gegen 12 Uhr wird mit einem kurzen "Innehalten am Mittag" geschlossen. Jeweils am ersten Samstag macht Horst Piesche eine Führung durch das Ensemble. Im Winter laden sie zum Mittagsgebet ein. Wer möchte, kann den Ort nach Rücksprache zu anderen Zeiten besuchen.

Dekan Schäfer freute sich, dass Stadt und Kirche bei der Finanzierung "Hand in Hand" zusammenwirken. Eigentümer der Spitalkirche ist an sich die Elisabeth-Spital-Stiftung, die wiederum von Hersbruck verwaltet wird. Etliche Stadträte bilden den Stiftungsrat. Die Fraktionssprecher Jürgen Amann, Götz Reichel und Guido Schmidt zeigten sich denn auch dankbar für die Unterstützung.

Lichteneber schlug eine Art Arbeitsteilung vor. Die Spenden seiner Gemeinde sollen vor allem für die Kunstwerke verwendet werden. Dazu zählt der Nebenaltar, der um das Jahr 1500 gefertigt wurde. Die Schnitzarbeiten stammen aus der Schule des Nürnberger Bildhauers Veit Stoß. Die weltlichen Gelder würden vor allem in den Erhalt der Bausubstanz fließen. Der jetzige Chor war vermutlich die ursprüngliche, der Heiligen Elisabeth gewidmete Kapelle, die 1424 errichtet worden ist.

Copyright (c) 2019 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 23.12.2019