Freude über Besuch aus Nairobi

Seit vielen Jahren besteht eine enge Verbindung zwischen der Hersbrucker Stadtkirchengemeinde und dem Pangani Lutheran Children Center in Nairobi.
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Straßenkinderprojekt Mary Mshana erzählte, wie das Pangani-Haus von Landräubern überfallen worden ist.

Vor kurzem hatte die Stadtkirchengemeinde Hersbruck Besuch vom Pangani Lutheran Children Center (PLCC) aus Nairobi.

Mary Mshana, die Direktorin des Straßenkinderprojekts Pangani, Pfarrer Klaus Dotzer, der Afrikabeauftragte von Mission Eine Welt, und Claudia Heiß, die langjährige Mitarbeiterin in Pangani und Übersetzerin, waren in Hersbruck zugegen. Mshana freute sich, zum zweiten Mal hier sein zu dürfen und berichtete von der gegenwärtigen Situation in Pangani, unter anderem anhand zweier Kurzfilme.

Im August 2021 habe sich die Situation im direkt neben einem Slum gelegenen Pangani-Haus dramatisch zugespitzt, weil es von kriminellen, bis heute unbekannten Landräubern überfallen und größtenteils zerstört worden war, erzählte sie. Die dort untergebrachten Mädchen hätten in ein anderes Gebäude am Stadtrand umziehen müssen.

Der Rechtsstreit über die Besitzverhältnisse hinsichtlich des Pangani-Hauses sei noch nicht endgültig entschieden. Zwar könne das PLCC nachweisen, Eigentümer des Hauses zu sein, doch die allgegenwärtige Korruption erschwere die Lage. Nichtsdestotrotz gehe die Arbeit der Sozialarbeiterinnen weiter. Sie kümmern sich um Mädchen aus den Slums und bringen sie bei Bedarf in die Obhut des PLCC.
Bis zur Uni

Bei der Aufnahme dort sind die Mädchen meist zwischen fünf und zwölf Jahre alt. Nach der Schule durchlaufen sie verschiedene Ausbildungszweige, besuchen das College oder die Universität. Die Kosten dafür trägt das PLCC. Mary Mshana berichtete, dass seit Bestehen des PLCC etwa 600 Mädchen aufgenommen und versorgt wurden.

Auch die finanzielle Unterstützung durch die Hersbrucker Stadtkirchengemeinde trage dazu bei, diese Arbeit weiterzuführen. Durch den Verkauf von in Pangani selbst gefertigten Waren, Spenden und die Einnahmen aus dem Hobbykünstlermarkt, der am 20. November dieses Jahres wieder geplant ist, sowie die Kollekte in den Weihnachtsgottesdiensten soll das Pangani-Projekt auch weiterhin unterstützt werden.

GER WITTICH HAHN

Copyright (c) 2022 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 15.07.2022